EA, SOA und BPM

  • Enterprise Architecture                                                                                                                                                                                               Durch "Enterprise Architecture" (EA) werden die geschäftlichen und technologischen Anforderungen eines Unternehmens zu einem zusammenhängenden, dynamischen Konzept verbunden. Dabei werden auch die Hauptfunktionen zur Verwaltung von Auswirkungen geschäftsorientierter Änderungen berücksichtigt.


  • Serviceorientierte Architektur (SOA) und Geschäftsprozessmanagement (BPM)
    SOA besteht aus Prozessen, Services und Komponenten. Kernstück ist ein Service-Modell, das die Services definiert und die Komponenten beschreibt, die ihre Funktionalität realisieren.

 

  • Ziel
    • Flexible Systemarchitektur mit wieder verwendbaren Bausteinen (Services)
    • Flexible Komposition von Geschäftsprozessen durch Aneinanderreihung von Services
    • Integration über Plattform-, System-, Anwendungs- und Programmiersprachengrenzen hinweg
    • Schließen/Verringern des Grabens zwischen Business und IT
  • Services
    • Ein Service bildet einen bestimmtem Prozessschritt ab
    • Der Service verfügt über eine (implementierungsunabhängige) Schnittstelle
    • Der Service kann prinzipiell auf jeder Plattform in jeder Programmiersprache realisiert werden
  • Geschäftsprozesse
    • Ein modellierter Geschäftsprozess bildet die Ausführung der Aktivitäten ab (Reihenfolge, sequentielle/parallele Abläufe, Bedingungen, Verzweigungen, Schleifen)
    • Den einzelnen Aktivitäten werden Services zugeordnet
    • Der so entstehende Geschäftsprozess ist unabhängig von der Serviceimplementierung (durch Trennung von Interface und Implementierung)
    • Manuelle Prozessschritte werden durch „Human Tasks“ abgebildet

 

  • Vorteile
    • Flexible Applikationen aus wieder verwendbaren, bei Bedarf austauschbaren oder in anderer Reihenfolge kombinierbaren Komponenten, d.h. keine „hart verdrahtete, in isolierte Applikatiossilos gegossene“ Prozesslogik (reduzierter Wartungs- und Weiterentwicklungsaufwand)
    • Verwendung von allgemein definierten Schnittstellen (unabhängig von proprietären Schnittstellen einzelner anzubindender Systeme) , d.h. bei Anbindung weiterer/anderer Fremdsysteme keine Änderung der Prozessapplikation
    • Lose Kopplung zwischen Prozessapplikation und den verwendeten Services und damit Unabhängigkeit des Prozesses von z.B. dem beim jeweiligen Kunden anzubindenden Backend-System 
    • Verwendung der Funktionalität bestehender Systeme und Applikationen
    • Unterstützung von manuellen Tätigkeiten und Integration in verschiedene webbasierte Oberflächen (ToDo-Listen und Dialoge zur Aufgabenbearbeitung, z.B. in IBM- oder SAP-Portalen)
    • Businessgetrieben: fachlich modellierte Prozesse bilden Gerüst der Softwarelösung
  • SOA/BPM mit IBM WebSphere
    • Modellierung der Geschäftsprozesse: IBM WebSphere Business Modeler
    • Implementierung der Geschäftsprozesse: IBM WebSphere Integration Developer
    • Laufzeitumgebung der Geschäftsprozesse: IBM WebSphere Process Server
    • Überwachung der Geschäftsprozesse: IBM WebSphere Business Monitor
    • Kommunikation mit Serviceprovidern: IBM WebSphere Enterprise Service Bus (ESB)

 

  • Wirtschaftliche Vorteile
    • SOA bedeutet geschäftsorientiert zu arbeiten
      Die Produktivität und Wirtschaftlichkeit im Unternehmen wird sich bemerkbar verbessern. Bereichsübergreifende Interaktionen fördern Innovation und Flexibilität. Dadurch sinken Integrationskosten genauso wie der Zeitaufwand für Einrichtung oder Bereitstellung neuer Services.
    • SOA senkt die Verzögerungszeit von IT-Projekten. Dies wiederum erhöht die Wahrscheinlichkeit der zeitgerechten Einführung neuer Produkte und Services.
    • SOA erspart Ihnen einen Komplettaustausch Ihrer Systeme
    • Sie können mit SOA Ihre jetzigen Softwareanwendungen beliebig oft wiederverwenden – dies ist fünfmal günstiger als neue Anwendungen zu schreiben!
      "Durch Wiederverwendung von Services können Sie Ihr nächstes geschäftsbezogenes Problem schneller und effizienter lösen." - (Amy Wohl)
    • Eine umfassende Compliance mit internen und externen Vorgaben wird durch SOA gewährleistet. Wie? Durch eine zentrale und einheitliche Quelle müssen Änderungen hinsichtlich der Compliance mit Vorgaben nur einmal vorgenommen werden und können dann ohne Duplizierung im gesamten Unternehmen angewandt werden.
    • SOA bedeutet Konnektivität
      Höhere Service-Levels im Unternehmen ermöglichen eine verlässliche, sehr sichere und zuverlässige Bereitstellung von Daten über alle Prozesse hinweg.
      "Eine SOA beeinflusst jeden Aspekt der IT und der Unternehmenstätigkeit." (GARTNER)