SOA & BPM Referenzprojekte

Referenzprojekt:
Optimierung von Geschäftsprozessen, Prozess- und Anwendungsintegration unter Einsatz einer SOA

 

  • Die Aufgabe Kostensenkung und Erhöhung der Kundenzufriedenheit Schaffung einer einheitlichen Plattform, um dem Anwender diese Medienbrüche zu verbergen und ein optimiertes Arbeiten innerhalb einer Systemumgebung (Portal-Gedanke) zu ermöglichen. Einführung einer Architektur, in der die Back-End-Systeme durch Plug-In-Technologien angebunden und zusammengeführt werden können. Auf dieser Architektur baut die Benutzerschnittstelle auf und verwendet dadurch die verschiedenen Back-End-Systeme über eine einheitliche Schnittstelle.

 

  • Die Lösung
    Die Kommunikation bzw. ein Datenaustausch erfolgt heute über Services im Gegensatz zu den proprietären Schnittstellen (teilweise Kopieren von Daten aus Applikation A und Einfügen in Applikation B), um die Medienbrüche zu bewältigen. In einer ersten Implementierung wurde die Integrationsplattform entsprechend einer SOA-Architektur als Enterprise Service Bus geschaffen. Heterogene Systeme (z.B. SAP-Systeme, Host-Systeme, Java-Applikationen, u.a.) werden für dedizierte Aufgaben eingesetzt.

 

 

  • Die Vorteile
    Die Ersatzkasse erzielte seit der Einführung des neuen Leistungssystems eine Verkürzung der Bearbeitungszeiten, Senkung der Innovationskosten und eine messbare Erhöhung der Servicequalität und Kundenzufriedenheit. 

 

  • Die Durchführung
    Für eine erste Nutzendarstellung und Potentialanalyse wurde eine Prozessvoranalyse durchgeführt. Es lag dabei nahe, sich zunächst den Kernprozessen zu widmen und dort diejenigen zu untersuchen, welche große Quantität oder Nähe zur Kundenleistung besitzen. Ein wesentliches Element war hierbei die Kopplung innerhalb der heterogenen IT-Landschaft auf Basis einer Integrationsplattform, die das Verdecken dieser Heterogenität und das Verdecken der Vielzahl der aktuell im Einsatz befindlichen Benutzerschnittstellen ermöglicht. Auf diese Weise bleibt dem Anwender die Komplexität der IT-Landschaft verborgen, und die Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse wurden für den Anwender optimiert und zielgerichtet in einem einheitlichen Erscheinungsbild dargestellt und unterstützt. Auch das Zusammenspiel mehrerer Personen bzw. Rollen an einem Geschäftsprozess, der Austausch von Informationen und eine übergreifende und anwenderbezogene Sicht auf die zu erledigenden Aufgaben wurden dabei berücksichtigt.

 

  • Die Zukunft
    Das Projekt zur Optimierung von Geschäftsprozessen, Prozess- und Anwendungsintegration wird stufenweise ausgebaut. Dabei werden einzelne Geschäftsprozesse analysiert, die dabei verwendeten Systeme und Anwendungen ermittelt, in Services unterteilt und so in die neue Integrationsplattform integriert.

 

Referenzprojekt:
Prozessorientierte Anlage von Lieferanten- und Kundenstammdaten

 

  • Die Aufgabe:
    Dubletten in Lieferanten- und Kundenstammdaten erzeugen erhöhte Betriebskosten und stören das unternehmensweite Berichtswesen. Die prozessorientierte Anlage dieser Stammdaten soll das vermeiden – mit intelligenter Adressrecherche, diversen Validierungen und einem vorgeschalteten Genehmigungsworkflow nach dem 4-Augen-Prinzip.

 

  • Die Lösung:
    Die Umsetzung des Anlageprozesses erfolgt mit SOA und BPM. Das ermöglicht die flexible Anpassung des Prozesses, den Anschluss verschiedener interner und externer Services zur Adressrecherche und Adressvalidierung, die Anbindung verschiedener Backend-Systeme für die Stammdatenhaltung und die Nutzung von portalbasierten „Out-of-the-box“-Oberflächen für die Anlage- und Genehmigungsschritte.

    Im Einzelnen umfasst die Lösung folgende Funktionen:
    • Eingabe der Informationen über den potenziellen neuen Lieferanten/Kunden
    • Volltextrecherche nach den Lieferanten- oder Kundendaten in einem replizierten SAP-Datenbestand
    • Validierung der gesuchten Adresse bezüglich diverser Kriterien (z.B. Firmenname, Lage, Postleitzahl, Steuernummer)
    • Darstellung der bewerteten Treffer (Scoring) und der Validierungsergebnisse
    • Anstoßen eines Workflows zur Genehmigung der Neuanlage des Lieferanten/Kunden nach dem 4-Augen-Prinzip
    • Neuanlage des Lieferanten/Kunden im SAP ERP

  • Die Vorteile:
    Die Umsetzung mit SOA und BPM verhindert eine starre, in Applikationscode gegossene und damit schwer anzupassende Prozessimplementierung – so lassen sich einfach andere oder weitere Recherche- und Validierungsservices einbinden, weitere Genehmigungsschritte einbauen und bei Bedarf sogar – alternativ zum SAR-ERP – andere Zielsysteme anbinden. Die Integration in gängige Portalsoftware vermeidet proprietäre, selbst entwickelte Webapplikationen für das Anstoßen des Prozesses, die Darstellung und Bearbeitung von Aufgaben und die Behandlung von Störungen im Prozessablauf.

 

  • Die Durchführung:
    Der fachliche Anlageprozess wurde mit dem WebSphere Business Modeler modelliert. Das entstandene BPMN-Modell wurde in den WebSphere Integration Developer als Ausgangsbasis für die Prozessimplementierung übernommen und dort weiter verfeinert. Auch spätere Anpassungen im Prozess wurden zunächst im Business Modeler abgebildet und dann in die bestehende Implementierung in den Integration Developer übernommen - d.h. Modell und Implementierung waren zu jeder Zeit synchron. Als Laufzeitumgebung dient der WebSphere Process Server und der darin enthaltene WebSphere ESB (Enterprise Service Bus). Über den ESB wurden ein eigener, javabasierter Rechercheservice sowie diverse externe, webbasierte Services (z.B. Postleitzahl- und Steuernummervalidierung) zur Adressvalidierung angebunden. Die webbasierten Oberflächen für die Adresseingabe, die ToDo-Liste und die Bearbeitung der Genehmigungsschritte wurden mit dem WebSphere Portal und WebSphere Business Space realisiert. Die Anbindung an das SAP-System erfolgt mittels des WebSphere SAP Adapters. Für die Volltextrecherche in einem replizierten SAP-Datenbestand wird IBM DB2 verwendet.